Kreuzbund: Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige
Geschichte

Geschichte
 
Seit 1899 nannte sich die von Kaplan Neumann in Aachen ins Leben gerufene Vereinigung "Kreuzbündnis".
  

Der Kreuzbund DV Osnabrück gehört zu den größten und ältesten Diözesanverbänden in Deutschland. Schon 1904 trafen sich in dieser Diözese Männer und Frauen  zu regelmäßigen Gesprächen und schlossen sich zu Gruppen zusammen. Im Gegensatz zu heute lag der Schwerpunkt damals in der Bekämpfung des Alkohols und dem Appell zur Mäßigung im Umgang damit. Die Mitglieder lebten solidarisch-abstinent, meist ohne selbst suchtkrank zu sein.
  
In Osnabrück entstanden erste Gruppen in den Pfarreien "Herz Jesu" und "St. Johann" sowie der Dompfarrei. Schon 1908 "waren in den Mäßigkeitsvereinen 36.748 Mäßige und 11.702 Enthaltsame" organisiert - so die Statistik, die damals im "Kirchlichen Amtsblatt für die Diözese Osnabrück und die Nordischen Missionen Deutschlands" veröffentlicht wurde. 

 
Im Jahr 1937 wird offiziell für Osnabrück eine "Helfergemeinschaft der Trinkfürsorge" zwischen dem Caritas-Verband und dem Kreuzbündnis gegründet, die fortan immer enger zusammenarbeitete.
   

Auch während der Weltkriege und in den Nachkriegszeiten be- und entstanden Kreuzbund-Gruppen im Bereich des Bistums Osnabrück.

   

1958 wird auf der ersten Diözesantagung in Osnabrück die Gruppenarbeit systematisiert, und schon 1960 vollzieht sich der Wandel vom Helferdienst hin zur Selbsthilfegemeinschaft. 

   

Heute gehören mehr als 960 Männer und Frauen in über 120 Kreuzbundgruppen dem Diözesanverband im Bistum Osnabrück an.